Satzung

 

Hochschulwettbewerb Musikpädagogik

Verabschiedet von der Rektorenkonferenz der deutschen Musikhochschulen am 01.06.2016

Inhaltsverzeichnis 

Präambel

 

Mit diesem Wettbewerb macht die Rektorenkonferenz der deutschen Musikhochschulen (RKM) auf die Bedeutung musikalischer Bildung öffentlich aufmerksam. Damit bekunden die deutschen Musikhochschulen ihr Engagement für Musikpädagogik und ihren Anspruch auf Exzellenz in der Lehrer*innenbildung und den künstlerisch-pädagogischen Studiengängen. Beide Bereiche sollen in ihrer Vielfalt und Attraktivität sichtbar gemacht und zur Geltung gebracht werden.

Der Wettbewerb zielt auf Förderung, Weiterentwicklung und Anerkennung musikpädagogischer Professionalität von Studierenden. Zugleich gibt er Impulse in die verschiedenen musikpädagogischen Arbeitsfelder.

Diese Absicht korrespondiert mit den Zielen der preisstiftenden Verbände Verband deutscher Musikschulen (VdM) und Bundesverband Musikunterricht (BMU).

Der Wettbewerb wird von der RKM gemeinsam mit dem VdM und der BMU durchgeführt. Bei der RKM ist ein Ausschuss Hochschulwettbewerb Musikpädagogik als Fachbeirat eingerichtet. Die Festlegung der Zahl der Mitglieder und ihre Wahl erfolgt durch die RKM.

Für die Durchführung des Wettbewerbs ist die an der Hochschule für Musik und Tanz Köln eingerichtete Geschäftsstelle zuständig. Diese wird von einer Geschäftsführerin oder einem Geschäftsführer geleitet, die oder der durch den Vorstand der Rektorenkonferenz der RKM im Benehmen mit der HfMT Köln bestellt wird. 

Die Entscheidung des Wettbewerbs erfolgt durch eine Jury nach den folgenden Kriterien.

 

Wettbewerbskriterien

 

Der Hochschulwettbewerb Musikpädagogik zeichnet hervorragende eigenständige musikpädagogische Arbeiten aus. Die Themen können aus dem gesamten Spektrum der in den Studiengängen repräsentierten Handlungs- und Aufgabenfelder gewählt werden. Es kann sich beispielsweise um ein künstlerisch-pädagogisches Projekt, eine Initiative zur Musikvermittlung, eine forschungsorientierte Studie (kein Dissertationsvorhaben), eine Best-Practice-Darstellung oder eine besondere Unterrichtsreihe handeln.

Der Wettbewerb findet in zwei Runden statt. In der ersten Runde werden die eingereichten Unterlagen bewertet, in der zweiten Runde (Finalrunde) zusätzlich die performative Qualität der Präsentation.

Bei der Bewertung werden folgende Kriterien berücksichtigt:

 

  • Plausibilität und Überzeugungskraft des Vorhabens und seiner Durchführung
  • Schlüssigkeit der musikpädagogischen Reflexion
  • Kontextualisierung im Fachdiskurs
  • Potenzielle Wirksamkeit
  • Prägnanz und Nachvollziehbarkeit 

Als weitere Kriterien können Übertragbarkeit, Reichweite und Innovationspotenzial gewertet werden.

Jury

Die RKM bestimmt eine*n Vorsitzende*n[1] der Jury (ohne Stimmrecht) und beauftragt den Ausschuss Schulmusik sowie den Ausschuss Künstlerisch-pädagogische Studiengänge je zwei Mitglieder zu entsenden. Die gastgebende Hochschule benennt eine*n Vertreter*in aus der Lehre sowie zwei Studierende aus musikpädagogischen Studiengängen als Jurymitglieder. Des Weiteren gehören je ein*e Vertreter*in des VdM und des BMU der Jury an. Entscheidungen der Jury sind unanfechtbar. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.


[1] In der Regel ein Mitglied einer Hochschulleitung

Preisvergabe

Bei der Preisvergabe sollen nach Möglichkeit Arbeiten aus dem gesamten Spektrum der Einreichungen berücksichtigt werden.

  • BMU und VdM stellen jährlich jeweils 3500,- Euro zur Verfügung.
  • Die Jury entscheidet über die Preisvergabe, deren Anzahl und Staffelung.
  • Ggf. können Förderprämien vergeben werden.
  • Alle Finalteilnehmenden erhalten ein Zertifikat und ein Feedback.

Bewerbungsverfahren

Bewerben können sich einzelne Studierende oder Projektgruppen von bis zu fünf Studierenden. Die Teilnehmer*innen müssen zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Ausschreibung (15. Juni) oder zum Zeitpunkt der Bewerbungsfrist (15. November) an einer deutschen Musikhochschule immatrikuliert sein. Jede Hochschule kann maximal zwei Beiträge einreichen, besonders angesprochen sind die Lehramts- und die künstlerisch-pädagogischen Studiengänge.

Jede Hochschule kann maximal jeweils einen Beitrag aus den Lehramts- und den künstlerisch-pädagogischen Studiengängen einreichen. Ausnahmsweise sind aus den künstlerischen Studiengängen auch Beiträge möglich, die nach Studienprofil und Themenstellung den Wettbewerbsanforderungen entsprechen. Die Entscheidung darüber trifft die jeweilige Hochschulleitung in Absprache mit den zuständigen Studiengangsleitungen.

Es findet eine Vorauswahl in den Hochschulen statt. Die Bewerbungen werden durch die Hochschulleitungen eingesandt. Sie müssen mit den Unterschriften der Hochschulleitung und der Bewerberin oder des Bewerbers bzw. bei Gruppenbewerbungen der Vertreterin oder des Vertreters der Projektgruppe versehen sein. Die entsendenden Hochschulen übernehmen die Reisekosten der Teilnehmer*innen an der Finalrunde.

Der Bewerbung sind alle geforderten Unterlagen vollständig beizufügen:

 

  • Darstellung des Vorhabens (s. ergänzende Hinweise)[2]
  • Lebenslauf des oder der Studierenden[3]
  • (Erst zur zweiten Runde:) Portraitfoto der oder des Studierenden (bei Projektgruppen: Gruppenfoto in künstlerischer Qualität)[4]
  • Studienbescheinigung des oder der Studierenden
  • Das ausgefüllte und unterschriebene Anmeldeformular

 

Die Anmeldeformulare sind der Ausschreibung beigefügt und stehen auf der Homepage der RKM zur Verfügung.

Einzureichen ist ein Exposé von maximal sechs Seiten (bis zu 20.000 Zeichen), das Idee, Zielsetzung und Durchführung des Vorhabens darlegt und die methodische Vorgehensweise erläutert. Des Wei- teren soll das Vorhaben kritisch reflektiert und auf den musikpädagogischen Fachdiskurs bezogen werden. Verwendete Quellen sind anzugeben.

Darüber hinaus kann die Darstellung des Vorhabens durch Video- oder Tonaufnahmen von maximal 15 Minuten Dauer sowie ggfs. durch weitere Materialien ergänzt werden.

Die Bewerbungen sind an die Geschäftsstelle des Hochschulwettbewerbs Musikpädagogik an der HfMT Köln, Unter Krahnenbäumen 87, 50668 Köln zu richten. Bewerbungsschluss ist der 15.11. des jeweiligen Vorjahres.

 

E-Mailadresse: wettbewerb.musikpaedagogik(at)hfmt-koeln(dot)de.

WebSite: www.hwmp.hfmt-koeln.de


[2] Einzureichen zusätzlich in elektronischer Fassung via Mail, Fotos als jpeg, tif oder png mit mindestens 300 dpi.
[3] Ebenso, vgl. Anm. 2.
[4] Ebenso, vgl. Anm. 2.

Zeitplan

Der/die Vorsitzende(r) wird durch die RKM in der Januarsitzung des Jahres der Ausschreibung bestimmt.

  • Die Namen der Mitglieder der Jury werden der Geschäftsstelle bis 1. Juni mitgeteilt.
  • Die Ausschreibung erfolgt immer zum 15. Juni.
  • Bewerbungsschluss: 15.11. desselben Jahres
  • Anfang Februar des folgenden Jahres: Auswahl für die Zulassung zur Finalrunde
  • Im Rahmen der RKM-Sommerkonferenz Mai/Juni: Finalrunde, öffentliche Präsentation der ausgelobten Beiträge durch die Teilnehmenden und Preisverleihung

 

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